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Martin Loschwitz, Journalist und Cloud Spezialist, 30.04.2020

Was sind Public Clouds?

Der Begriff "Cloud Computing" kommt heute so inflationär zum Einsatz, dass er beinahe für alles und nichts steht. Selbst Festplatten mit Netzwerkanschluss werden als "private Cloud" vermarktet -- von der in der Industrie anerkannten Definition von "Cloud" ist das jedoch weit entfernt.

Denn die ursprüngliche Definition von Cloud Computing ist, dass Anbieter Computing- und Storage-Kapazitäten zur Verfügung stellen. Letztlich also virtuelle Prozessoren ("vCPU") und virtuellen Speicher, wie es etwa bei Amazon S3 oder Dropbox der Fall ist. Die Themen Selbstbedienung sowie On-Demand-Nutzung stehen bei Cloud-Umgebungen im Mittelpunkt: Der Aufbau konventioneller Umgebungen geht schließlich meistens mit einer längeren Vorlaufzeit einher. In Clouds hingegen stehen sämtliche Ressourcen ab dem Moment des ersten Logins zur Verfügung. Der Kunde meldet sich also nur an, gibt ein Zahlungsmittel ein und legt mit der Verwendung der Dienste der Cloud unmittelbar los. Er zahlt aber nur die Dienstleistungen, die er tatsächlich nutzt: Langwierige Verträge zu Fixpreisen gelten in Clouds als verpönt.

Aufgeteilter Markt

Den Markt der Public Clouds säumen viele Anbieter. Drei stechen dabei in besonderem Umfang hervor: Amazon gilt mit seinem Produkt AWS nicht nur als der Vorreiter der Branche, sondern auch als ihr aktueller Primus. Wie kein anderes Unternehmen weltweit kombiniert der Konzern aus Seattle Dienstleistung, Innovation und Zuverlässigkeit im Cloud-Kontext. Diverse Grundsätze, die Admins bei der Verwendung von Cloud-Ressourcen heute wie selbstverständlich beachten, gehen auf einstige Amazon-Ansätze zurück.

Auch Microsoft spielt in Sachen Public Cloud eine Rolle: Azure ist das am Markt erfolgreichste Gegenprodukt zu AWS und bietet auch die gleiche Basisfunktionalität. Der Schatz an Zusatzfunktionen ist bei AWS jedoch etwas kleiner als bei der Konkurrenz von AWS. 

Freilich darf auch Google in Sachen Public Clouds nicht fehlen: Unter dem Label "Google Cloud" vertreibt der Anbieter die "Google Cloud Platform", in der Anwender ebenfalls Compute- und Storage-Ressourcen für sich beanspruchen können.

Kein klarer Sieger - ein Marktführer

Jede der vorgestellten Plattformen hat ihre spezifischen Schwächen und auch Stärken. Ein generelles Urteil hinsichtlich der Frage, welche der
Umgebungen die beste ist, lässt sich nicht so einfach fällen. Stattdessen kommt es auf den Einzelfall an: Nur wer alle Faktoren einbezieht, findet die beste Kombination aus technischer Funktionalität und guten Preisen. AWS ist mit gutem Abstand Marktführer und bietet mit Abstand die meisten Services in der Cloud an. Ist AWS der richtige Cloud-Anbieter für ihr Unternehmen? Die Cloud Mates helfen Ihnen bei der Entscheidung und begleiten Sie auf Ihrer Reise in die Cloud.

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