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Private CloudCloud allgemein

Public Cloud vs. Private Cloud ‒ So entscheiden Sie richtig

Oliver Haakert, Geschäftsführer Cloud Mates GmbH, 13.11.2020

Wollen Sie als Unternehmen ins Cloud Computing einsteigen, stellt sich oft recht schnell die Fragen: Public Cloud vs. Private Cloud – was passt besser? Je nach Ihren IT-Bedürfnissen ist die eine oder andere Cloud-Lösung besser geeignet. Als Cloud Mates stellen wir Ihnen die Unterschiede vor.

Worin liegt der Unterschied zwischen Public Cloud und Private Cloud?

Eine Public Cloud besteht aus virtuellen Anwendungen und Ressourcen, die von einem Drittunternehmen entwickelt und verwaltet werden. Mithilfe von Schnittstellen können Sie diese Public Cloud-Ressourcen für Ihr Unternehmen nutzen. Beliebte Public Cloud-Plattformen sind unter anderem Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP).

Im Gegensatz dazu wird eine Private Cloud in den meisten Fällen auf die spezifischen Bedürfnisse eines einzigen Unternehmens zugeschnitten und für diese optimiert. Diese unternehmenseigene Cloud können Unternehmen vor Ort (“On-Premises”) betreiben oder in ein externes Rechenzentrum auslagern und über das Internet nutzen. 

Private Clouds bieten grundsätzlich dieselben Basisfunktionen wie Public Clouds. Dazu gehören unter anderem die Verwendung von CPUs und virtuellem Speicher je nach Bedarf samt Steuerung über APIs. Komplexere Funktionen wie Container-Services, Machine Learning oder ein CDN (Content Delivery-Network) können hingegen meist besser und effizienter von einer Public Cloud zur Verfügung gestellt werden.

Public vs. Private Cloud – die jeweiligen Vorteile für Unternehmen

Public Cloud-Lösungen sind besonders geeignet für Unternehmen, deren IT schnell auf sich ändernde Geschäftsanforderungen reagieren können soll. Rechenkapazität, Speicherplatz oder die Leistung von Datenbanken können kurzfristig an den aktuellen Bedarf angepasst werden. Denn Public Cloud-Computing ist dynamisch skalierbar

Als Kunde zahlen Sie in der Public Cloud nur, was Sie auch tatsächlich brauchen („Pay-as-you-go”). Löschen Sie also Inhalte und geben Platz frei, verringert sich automatisch der Betrag, der zur Verrechnung gelangt. Hinzu kommt, dass der Anwender über definierte APIs die benötigten Ressourcen selbst erstellt – moderne Automationslösungen machen es möglich (“Infrastructure as Code”).

Außerdem steckt deutlich weniger Aufwand dahinter, die eigene Public Cloud-Infrastruktur um weitere Services zu ergänzen, als das bei einer Private Cloud-Lösung der Fall wäre. Oft haben die jeweiligen Anbieter wie AWS, Azure oder GCP bereits ein passendes Produkt im Portfolio, das dann auf einfache Art und Weise integriert werden kann. Ein typisches Beispiel wäre z. B. die Ergänzung eines Vorschlagsystems in einem Online-Shop, das Machine Learning nutzt („Kunden die … kaufen auch …”).
Darüber hinaus sind Public Clouds zumeist an vielen Standorten weltweit verfügbar. Auf diese Weise können Unternehmen ihre IT-Infrastruktur nah bei international verteilten Kunden oder Mitarbeitern betreiben – mit wenig Aufwand und bei geringen Latenzen. 

Private Cloud-Lösungen hingegen sind geeignet für Firmen mit einem gut berechenbaren und über Jahre gleichbleibenden IT-Bedarf.

Mit einer privaten Cloud nutzen Unternehmen bis zu einem gewissen Grad auch einige der Vorzüge einer öffentlichen Cloud. Dazu gehören unter anderem Self-Service, Skalierbarkeit oder Elastizität. Gleichzeitig gibt es in der Private Cloud zusätzliche Kontroll- und Anpassungsmöglichkeiten. Im Übrigen bieten private Clouds durch Unternehmensfirewalls und internes Hosten einen besonders hohen Grad an Compliance-Konformität (Stichwort "Datensouveränität").

Darüber sollten Sie vor der Entscheidung für Ihre Cloud Computing-Lösung nachdenken

Es gibt viele Faktoren, die Sie bei der Abwägung Public Cloud vs. Private Cloud berücksichtigen sollten. Hier sind einige Fragen, die wir Cloud Mates unseren Kunden vor der Entscheidung stellen:

  • Wie gleichbleibend oder schwankend ist Ihr IT-Bedarf?
  • Welche internen IT-Ressourcen stehen Ihnen für die Entwicklung und Implementierung Ihrer Unternehmens-Cloud zur Verfügung?
  • Welche IT-Ressourcen haben Sie für Wartung und Betrieb? Wollen Sie diese an einen Dienstleister outsourcen oder intern übernehmen?
  • Können Services wie Container-Services, Machine Learning oder ein CDN mittelfristig eine sinnvolle Ergänzung für Ihre IT werden?
  • Ist Ihr Unternehmen international aufgestellt und sollte seine IT-Infrastruktur entsprechend auf verschiedene Standorte verteilen?

 

Im Zweifelsfalle: Hybrid-Cloud

Sie möchten die Vorteile der Public Cloud nutzen, jedoch stellen gewisse Anwendungen  erhöhte Compliance-Anforderungen? Dann kann eine Hybrid-Cloud die richtige Lösung für Ihr Business sein.

So kann es beispielsweise sinnvoll sein, besonders datenschutzsensible Applikationen in einer Private Cloud zu betreiben, den Rest der IT hingegen in einer Public Cloud. In einer solchen Hybridlösung werden die Private Cloud und die Infrastruktur in der Public Cloud durch ein VPN oder eine dedizierte Leitung verbunden. Firewalls wie AWS Network Firewall sorgen in diesem Szenario für eine sichere Abgrenzung. So können Sie das Beste aus beiden Welten nutzen.

Private oder öffentliche Cloud – Lassen Sie sich beraten

Natürlich ist es immer schwierig, zu generalisieren. In unserer langjährigen Erfahrung als Cloud Mates haben wir unter anderem gelernt: eine Einzelfallbetrachtung spart auf Dauer Zeit, Nerven und vor allem Geld. Gerne betrachten wir Ihren individuellen Fall und beraten Sie in der Frage nach Public Cloud vs. Private Cloud individuell und umfassend.

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