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Martin Loschwitz, Journalist und Cloud Spezialist, 11.05.2020

Die Private Cloud im eigenen Rechenzentrum

Der letzte Eintrag in diesem Blog hat sich mit der Frage beschäftigt, was Cloud Computing ist. Zur Erinnerung: Beim Cloud Computing bieten Firmen große Plattformen an, über die sie dynamisch Produkte anbieten. Allen voran: Virtuelle CPUs und virtuellen Plattenplatz. Dynamisch ist das Angebot, weil der Kunde nur bezahlt, was er tatsächlich braucht. Löscht er Inhalte und gibt Platz frei, verringert sich der Betrag, der zur Verrechnung gelangt, automatisch. Hinzu kommt, dass der Anwender über definierte APIs die benötigten Ressourcen selbst bestellt – die modernen Automationslösungen machen es möglich.

Wer es lieber privater hat, für den gibt es Alternativen zu den großen drei Public-Cloud-Anbietern: Eine Cloud im eigenen Rechenzentrum, die unter der Bezeichnung "Private Cloud" firmiert. Private Clouds sind in den meisten Fällen auf die spezifischen Bedürfnisse einer einzigen Firma zugeschnitten und für diese optimiert. Sie bieten grundsätzlich dieselben Funktionen wie Public Clouds, nämlich die Verwendung von CPUs und virtuellem Speicher je nach Bedarf samt Steuerung über APIs. Das ist besonders dann praktisch, wenn große Unternehmen interne Plattformen für verschiedene Abteilungen und Teams schaffen wollen.

Viel Vorarbeit

Anders als bei der Nutzung von Public Clouds steht bei der Verwendung einer Private Cloud einige Vorarbeit an. Am Markt existieren mehrere Software-Lösungen, die die grundsätzliche Funktionalität einer Cloud auf beliebiger Hardware liefern können, etwa VMware und OpenStack. Bevor aber beispielsweise eine OpenStack-Umgebung benutzbar ist, sind diverse Aufgaben im Hinblick auf Planung und Konzeption zu erledigen. Wer eine private Cloud baut, beschafft zunächst Hardware und Software, arbeitet ein Betriebskonzept aus und installiert danach die Plattform. Automation spielt dabei eine große Rolle: Weil auch private Clouds schnell hunderte Rechner umfassen können, ist der Aufwand pro Maschine so gering wie nur irgendwie möglich zu halten.

Ist die Cloud dann in Betrieb gegangen, stehen regelmäßig Arbeiten für den Betrieb und die Wartung der Umgebung auf der TODO-Liste. Outsourcen lassen sich private Clouds nur bedingt, da diese oft nicht den Standards der potentieller Dienstleister entsprechen.

Datensouveränität

Im Gegenzug erhalten Unternehmen in ihren privaten Clouds die Garantie, dass die dort gelagerten Daten nicht in die Hände Dritter gelangen. Das Stichwort "Datensouveränität" passt hier gut. Haben Sie Fragen zur Datensicherheit in der Cloud, so kommen Sie auf die Cloud Mates zu.

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